Ratgeber · Tassendruck · Druckdatei & Auflösung
Von Tom Bold · Mai 2026 · 4 Min. Lesezeit
Eine Tasse sieht nur so gut aus wie die Datei dahinter. Welche Auflösung nötig ist, welche Formate funktionieren und welche Fehler häufig passieren – dieser Ratgeber gibt dir die Antworten, bevor du deine Datei abschickst.
Grundlagen
„Auflösung" beschreibt, wie viele Pixel pro Zoll (dpi = dots per inch) ein Bild enthält. Je höher die Auflösung, desto schärfer und detailreicher das Druckergebnis. Für den Sublimationsdruck auf Tassen gelten spezifische Anforderungen.
300 dpi ist der Mindeststandard für professionellen Druck. Ein Bild mit 300 dpi bei einer Druckgröße von 10 × 10 cm hat ca. 1181 × 1181 Pixel. Weniger als 150 dpi sind nicht druckwürdig.
Ein Bild aus dem Web hat oft 72 dpi – für Drucke nicht geeignet. Auf dem Monitor sieht es gut aus, im Druck wird es unscharf. Die physische Größe in Zentimetern bestimmt, wie viele Pixel wirklich nötig sind.
Vektorgrafiken (SVG, AI, EPS) haben keine feste Auflösung – sie sind mathematisch definiert und können ohne Qualitätsverlust auf jede Größe skaliert werden. Für Logos und Schriften immer die erste Wahl.
Dateiformate
Nicht jede Datei ist gleich. Hier siehst du auf einen Blick, welches Format für welchen Anwendungsfall geeignet ist.
Ideal für: Logos, Wappen, Schriften, Grafiken.
Vektordateien sind beliebig skalierbar und immer gestochen scharf – ohne Mindestauflösung. Das ist das bevorzugte Format für Logos und Monogramme.
Ideal für: Logos mit transparentem Hintergrund, Grafiken.
PNG-Dateien unterstützen Transparenz (kein weißer Hintergrund) – damit lässt sich das Motiv sauber auf der Tasse platzieren. Mindestens 300 dpi, 2000 × 2000 px.
Ideal für: Fotos.
Für Fotodrucke auf Tassen gut geeignet – aber nur in hoher Qualität. Mindestens 300 dpi und 2000 × 2000 Pixel. Kein transparenter Hintergrund möglich.
Nicht geeignet: Bilder aus dem Internet haben meist 72 dpi.
Ein Screenshot oder ein aus Google kopiertes Bild wirkt im Druck unscharf und pixelig. Für professionelle Ergebnisse immer Originaldateien verwenden.
Checkliste
Diese fünf Fragen helfen dir einzuschätzen, ob deine Datei für den Tassendruck geeignet ist.
Die Auflösung der Bilddatei sollte mindestens 300 dpi betragen – gemessen bei der Druckgröße, nicht bei der Bildschirmgröße. In Photoshop: Bild → Bildgröße → dpi prüfen.
Für eine 10 cm breite Druckfläche bei 300 dpi braucht man ~1181 px. Für etwas Spielraum empfehle ich 2000–3000 Pixel als Mindestbreite bei Fotodrucken.
Logos und Grafiken sollten als PNG mit transparentem Hintergrund (nicht weißem Hintergrund) geliefert werden. So passt sich das Motiv optimal an die Tassenfarbe an.
Screenshots und aus dem Internet kopierte Bilder haben in der Regel 72 dpi und sind für professionellen Druck nicht geeignet. Bitte Originaldateien vom Designer oder der Organisation anfordern.
Wenn ein Logo vorhanden ist, gibt es oft auch eine Vektordatei (AI, EPS, SVG) – beim Verein, der Feuerwehr oder dem Grafiker anfragen. Vektoren sind immer die beste Wahl.
Ich prüfe jede Datei kostenlos vor der Produktion und geben Feedback, ob und wie sie geeignet ist. Im Zweifelsfall einfach anfragen – ich helfe dir weiter.
FAQ
Für gestochen scharfen Sublimationsdruck auf Tassen empfehle ich mindestens 300 dpi. Bei Fotos sollte die Ausgangsdatei mindestens 2000 × 2000 Pixel haben, besser 3000 × 3000 Pixel oder mehr. Logos als Vektordatei (SVG, AI, EPS) sind immer die beste Wahl, da sie beliebig skalierbar sind.
Vektordateien (AI, EPS, SVG) sind ideal für Logos, Schriften und grafische Elemente. Für Fotos empfiehlt sich PNG oder JPG in hoher Auflösung (min. 300 dpi, min. 2000 px). PNG hat den Vorteil des transparenten Hintergrunds – das erleichtert die saubere Platzierung auf der Tasse.
Niedrig aufgelöste Dateien (unter 100 dpi oder Bilder aus dem Web) führen zu unscharfen, pixeligen oder verwaschen wirkenden Druckergebnissen. Die Pixelstruktur wird auf der Tasse sichtbar. Ich prüfe deine Datei vorab und geben Bescheid, falls die Qualität nicht ausreicht.
Für Sublimationsdruck wird in der Regel in RGB gearbeitet. Wenn du unsicher bist, schick einfach deine Datei in dem Format, in dem du sie hast – ich kümmere mich um die korrekte Farbkonvertierung vor dem Druck.
Das ist grundsätzlich möglich, liefert aber selten optimale Ergebnisse. Verzerrung, Lichtverhältnisse und Schärfe beeinflussen die Qualität. Wenn eine digitale Originaldatei verfügbar ist, empfehle ich immer, diese zu verwenden.